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Flamenco-Gitarristen (Spanien)

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(Wird demnächst ergänzt)

MANUEL SERRAPI »NIÑO RICARDO« (1905-1972), geb. in Sevilla,

DIEGO DEL GASTOR (1906-1973), Morón de la Frontera (Sevilla).

ESTÉBAN DE SANLÚCAR (Esteban Delgado Bernal), 1910 -1989 geb. in Cádiz.

MELCHOR GIMENEZ TORRES »MELCHOR DE MARCHENA« (1907-1980).

AGUSTÍN CASTELLON CAPOS »SABICAS« (1912-1990), geb. in Pamplona. Schon mit 13 Jahren wurde er von DON RAMÓN MONTOYA gelobt und respektiert. Sein Name kommt daher, dass er als Kind gerne »habas« (grüne Bohnen) aß, zu denen er »habicas« sagte. Daraus wurde dann »El niño de las habicas«. SABICAS bleibt ein unvergesslicher maestro, virtuos im Solospiel und mit absoluter Compás-Sicherheit. Er spielte unzählig viele Schallplatten ein. Besonders zu erwähnen »Flamenco Puro«, zu der auch Noten erhältlich sind und die legendäre Aufnahmen mit CARMEN AMAYA, die mit nur einem Mikrofon aufgenommen wurden. Als der Bürgerkrieg ausbrach, ging er nach Mexiko und kam nie wieder zurück. Warum weiß niemand genau. Man erzählt sich, dass Sabicas nie in ein Flugzeug stieg, sondern immer per Schiff unterwegs war. Ab 1957 lebte er mit seiner Familie in New York. Sehr zu empfehlen: LP/CD, Sabicas - Flamenco Puro, Hispavox 130 076; Carmen Amaya, Le Chant du Monde LDX 74 880

MARIO ESCUDERO (1931-2004) Alicante, war Schüler von NIÑO RICARDO, aber beeinflusst von DON RAMÓN MONTOYA. Er lebte in Los Angeles. Durch den engen Kontakt zu SABICAS, konnte man auch einen leichten Einfluss von dessen toque erkennen. Zu seinen schönsten Aufnahmen zählt die Duo-Schallplatte mit SABICAS.

Weitere wichtige Persönlichkeiten des toque: JOSÉ ANTONIO AGUERO, SABAS GÓMEZ MARÍN, PACO AGUILERA, ALBERTO VÉLEZ, JUAN SERRANO, PACO SIMÓN, JUAN EL AFRICANO, EDUARDO DE LA MALENA, ANDRÉS HEREDIA, LUIS MARAVILLA, PEDRO SEVILLA, FÉLIX DE UTRERA, RAMÓN DE ALGECIRAS, EL TÍO PARILLA (PARRILLA EL VIEJO), MANUEL MORAO, JUAN MORAO, PARILLA DE JEREZ, JUAN MAYA MAROTE.

*) Quelle: Gerhard Graf-Martinez Flamenco-Gitarrenschule Band 1 (Schott-Music Mainz 1994)

Gitarrenunterricht

 

Zeitgenössische Flamenco-Gitarristen (Spanien)

PACO DE LUCÍA, (Francisco Sanchez Gomez, Algeciras, 1947) über ihn wurden so viele Artikel, Kritiken, ja sogar Bücher geschrieben. Was bleibt einem da noch übrig, dieses Phänomen zu würdigen. RAMÓN MONTOYA - NIÑO RICARDO - SABICAS - PACO DE LUCÍA - was soll danach kommen?

NIÑO MIGUEL (Huelva, 1952) hat eine einzige Schallplatte veröffentlicht, wurde hochgelobt und mit PACO DE LUCÍA gleichgesetzt. Leider war er, meines Wissens, 20 Jahre in einer Klinik für psychisch Kranke.

MANOLO SANLÚCAR (Manuel Muñoz Alcón, in Sanlúcar de Barrameda, Grananda, 1943), der seine Karriere mit dreizehn Jahren begann, spielt in Gegensatz zu PACO DE LUCÍA mehr introvertiert. »Welch ein Meister - welch ein Wunder« schwärmte einmal »Dario 16«. SANLÚCAR ist musikalisch sehr vielseitig, kreativ und produktiv. Solo, mit Orchester, oder mit Flöte, Bass und Perkussion, hat er viele Produktionen und Kompositionen, u.a. auch für das spanische Nationalballett, veröffentlicht. »Mundos y Formas de la Guitarra Flamenca 1-3«, »Y Regresarte«, sowie »Tauromagia« gehören in die Schallplattensammlung eines jeden Flamencogitarristen.

ANDRÉS BATISTA (Barcelona, 1937) begleitete CARMEN AMAYA in dem legendären Film »Los Tarantos« und auf Tourneen. Nationalpreisträger und einer der besten Lehrer, mit großem Wissen über Gitarrentechnik und Flamenco allgemein.

SERRANITO (Victor Monge Serrano, Madrid, 1942) »Premio Nacional« in Córdaba und La Unión. Konzertiert in allen großen Konzerthäusern der Welt. Unzählige Schallplattenveröffentlichungen. Sein Spiel ist sehr technisch und von hoher Virtuosität, wird aber oft als frío bezeichnet.

JUAN CARMONA »HABICHUELA« (Granada, 1933) begann seine Karriere als Tänzer zusammen mit MARIO MAYA. 1974 Gewinner des »Premio Nacional« in Córdoba und 1987 »Cabal de Plata« Radio Nacional de España.

PEPE »HABICHUELA« (Granda, 1944), ein sehr erdiger Gitarrist mit wunderbarem Ton und 'aire'. Auch seine Soloplatten gehören in jede Sammlung: Homenaje a D. Antonio Chacón (mit Enrique Morente) 1976, A Mandeli 1983, Habichuela en rama 1997, Yerbagüena 2001.

ENRIQUE DE MELCHOR (Enrique Jiménez Ramírez, Marchena, Sevilla, 1951) Sohn von MELCHOR DE MARCHENA. Er gab sein Debüt im Alter von fünfzehn Jahren im Madrider tablao »Los Canasteros». Gewinner des »Premio Nacional de la Cátedra de Flamencología de Jerez«. Mit MANZANITA und TOMATITO gründete er das Trio »Oripandó«, das leider nicht lange bestand. Beliebter und meistbeschäftigster Begleitgitarrist für cante.

PACO CEPERO (Jerez, 1942), witziger und effektvoller Begleitgitarrist. Hauptsächlich Produzent und Texter.

TOMATITO (José Fernández Torres, Almería, 1958) war immer der Begleitgitarrist von CAMARÓN († 2. 7. 1992). Dieses »tándem« zählt in der Flamencogeschichte zu den Ausnahmeerscheinungen. TOMATITO ist heute einer der wenigen Gitarristen, die propio sello haben. Sein Spiel, vor allem sein Anschlag, ist unverkennbar. Zusammen mit PACO DE LUCÍA begleitete er auf vielen Camarón-Schallplatten. Die Schallplatte »Camarón Vivo«, auf der er CAMARÓN alleine begleitet, gefällt mir am besten. 1987 trat er zusammen mit dem »Indal Jazz Cuartet« im »V. Festival de Jazz de Madrid« auf.

RAFAEL RIQUENI (Rafael Riqueni del Canto, Sevilla, 1962) ist nicht nur ein Supertechniker, sondern auch ein sehr guter Musiker und Komponist. Seine erste Schallplatte »Juego de Niños« zählt immer noch zu besten Gitarrenproduktionen. Gewinner des »Premio Nacional« in Córdoba und Jerez im Alter von vierzehn Jahren . Er komponierte die Musik zu »La reina andaluza«, das erste Werk des »Centro Andaluz de Teatro«.

RAIMUNDO AMADOR (Sevilla, 1960) der »Falseta-Schmied« aus Sevilla. Gitarrist auf unzählig vielen Schallplatten, hauptsächlich von LOLE Y MANUEL. Er und sein Bruder RAFAEL AMADOR (Sänger und Gitarrist) gründeten »Pata Negra«, eine verrückte Gruppe, die Blues, Jazz und und Flamenco vermischen. PACO DE LUCÍA sagte: »Wenn du dir Pata Negra anhörst, wirst du betrunken«. RAIMUNDO spielt alles, Jazz- Blues-, Bass- und natürlich Flamencogitarre.

JOAQUIN AMADOR, (Sevilla, 1957) der Mann von der zur Zeit wohl besten bailaora MANUELA CARRASCO. Er zählt zu meinen Lieblingsbegleitgitarristen für baile.

MANOLO FRANCO (Manuel Franco Barón, Sevilla, 1960) gewann den 1. Preis des »Giradillo del Toque de la III. Bienal de Arte Flamenco de Sevilla«. Mit in der Konkurrenz waren RAFAEL RIQUENI, TOMATITO, PEDRO BACÁN usw. in der Jury saßen PACO DE LUCÍA, MANOLO SANLÚCAR, JUAN HABICHUELA, MARIO ESCUDERO, SERRANITO. Manolo ist ein unglaublicher Techniker, viele sind aber der Meinung, dass er frío spielt. Er wirkte bei unzähligen Aufnahmen mit und hat zwei Soloplatten veröffentlicht.

GERARDO NUÑEZ (Jerez 1961), verheiratet mit der berühmten Tänzerin CARMEN CORTÉS, ist unter der jungen Generation ein bedeutender Gitarrist. Seine Technik und Musikalität sind von hohem Niveau. Seine erste Schallplatte »El Gallo Azul«, sei jedem Gitarristen empfohlen. Er arbeitete im Ensemble von MARIO MAYA und in der »Cumbre flamenca«. Seine beiden Shows »Flamenco en Nueva York« und »Concierto Flamenco de Navidad« wurde von den Kritikern und dem Publikum hochgelobt.

VINCENTE AMIGO (Guadalcanal/Sevilla, 1967) begann mit 15 Jahren seine Konzerttätigkeit, nachdem er bereits acht Jahre bei MERENGUE DE CÓRDOBA Unterricht hatte. Gewinner des nationalen Wettbewerbs in La Unión und Córdoba, sowie des internationalen Wettbewerbs in Badajoz. 1991 Soloalbum »De mi corazón al Aire« und den »Premio Ojo Crítico«.

JOSÉ ANTONIO RODRIGUEZ (Córdoba, 1964) erstaunlicher Techniker, von der Fachwelt hochgelobt. Sein Spiel wird aber von vielen als »muy clásico« bezeichnet.

JERÓNIMO MAYA (Madrid, 1977) wird als »Mozart del Flamenco« bezeichnet. Im Alter von sieben Jahren gab er sein erstes Solokonzert.

Weitere wichtige Gitarristen, die als Sologitarristen, sowie auch als Begleitgitarristen bekannt sind: PEPE CARMONA »HABICHUELA« (Granada, 1949), PEDRO BACAN (Lebrija, 1951), MANUEL DOMINGUEZ »EL RUBIO« (Sevilla, 1946), JOSÉ LUIS POSTIGO (Sevilla, 1950), PACO CORTÉS (Granada, 1957), RAFAEL MORALES (Granada, 1951), QUIQUE PAREDES (Sevilla, 1955), RAMÓN AMADOR (Sevilla, 1955), MANUEL DE PALMA (Ecija, 1957) und das Genie ISIDORO CARMONA (Granada, 1951 - Sevilla, 1988)

Unter den sogenannten »Novisimos« sind noch zu folgende zu erwähnen: AGUSTÍN CARBONELL »EL BOLA« (Madrid, 1967), DANIEL NAVARRO »NIÑO DE PURA« (Sevilla, 1966), PEDRO SIERA (Hospitalet, Barcelona, 1967), PACO SERRANO (Córdoba, 1964), JOSÉ LUIS RODRÍGUEZ (Ceuta, 1967), MIGUEL OCHANDO (Granada, 1965), JUAN MANUEL CAÑIZARES (Sabadell, Barcelona, 1966), RAMÓN TRUJILLO (Jerez, 1967), PACO CRUZ (Jaén, 1961), NIÑO DE TUPÉ (Madrid, 1963).

*) (Wird demnächst aktualisiert)

*) Quelle: Gerhard Graf-Martinez Flamenco-Gitarrenschule Band 1 (Schott-Music Mainz 1994)

 

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